Das bisschen Winter …

Wer im Dienste des Staates steht, darf sich ganz besonderer Fürsorge erfreuen. So wie beispielsweise die Polizisten in Düsseldorf. Da werden mal eben die Heizlüfter aus den Fahrzeugen ausgebaut, weil die mit dem Objektschutz betrauten Beamten sich angeblich zu oft im Auto aufgewärmt haben.

Wo käme man denn da hin, mit den Beamten, die sich eines Fehlverhaltens schuldig gemacht haben, zu sprechen oder andere Methoden der Qualitätssicherung anzuwenden? Als Dienstherr begibt man sich sowieso nur ungern in die unteren Etagen (außer bei publicitywirksamen Terminen vor versammelter Presse). Nein, weg mit der verweichlichenden Technik – ein bisschen Tee und eine Garnitur Thermo-Unterwäsche wiegen das doch locker auf. Und überhaupt ist so ein bisschen Winter in unseren Breitengraden doch höchstens halb so schlimm.

Ganz nebenbei ist diese Art der Kollektivbestrafung auch noch höchst förderlich für die Arbeitsmoral. Denn die zu Unrecht mitbestrafen Kollegen, die sich vorschriftsgemäß den Allerwertesten abgefroren haben, werden sicher das nächste Mal die Missetäter viel schneller denunzieren melden und so den Zusammenhalt und die Motivation insgesamt stärken. Wie gut solche Systeme funktionieren, weiß man ja gerade hierzulande bestens.

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