Der Hans und die Gene

Spiegel Online muss es sehr schlecht gehen, wenn den Verantwortlichen nichts Besseres einfällt, als mit den genetisch bedingt von wenig Intelligenz geprägten Aussagen eines Herrn S. Klicks zu generieren. Aber immerhin wissen wir jetzt, warum unsere Gesellschaft immer weiter gen Abgrund schlittert. Wie sagte er so schön? Zitiert nach Spiegel Online:

Es gebe „eine unterschiedliche Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz“, sagte der frühere Finanzsenator Berlins. Intelligenz werde von Eltern an Kinder weitergegeben, der Erbanteil liege bei fast 80 Prozent.

Dass Europas „Führungseliten“ seit Jahrhunderten nur unter sich heiraten, ist ja kein Geheimnis. Trotzdem Dank an Herrn S. für die Erinnerung daran, warum man solchen verbalen Auswurf getrost als das Produkt genetisch bedingter Benachteiligung betrachten darf. Ein Glück, dass sich diese Bevölkerungsgruppe genau deshalb irgendwann von selbst erledigt.

Schade nur, dass das Hänschen niemals gelernt hat zu differenzieren und sachlich begründet zu argumentieren, sondern lediglich mit Stammtischgeplärr vertraut ist. Da wird der Hans jetzt auch nichts anderes mehr lernen (obwohl er das ohne Probleme könnte – wenn es nur nicht so viel zu lesen wäre, gell), da muss der arme Hans wohl so dumm bleiben, wie er jetzt ist. Was er aber gelernt hat, ist die Ideologie, Intelligenz und andere Eigenschaften auf die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Bevölkerungsgruppe zurückzuführen. Wenn ich nur drauf käme, woran mich das jetzt erinnert.

Und weil gucken ja doch viel leichter ist als lesen, hier das alles für den Hans noch mal ganz einfach erklärt.

nachgetragen

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5 Kommentare

  1. wow. wenn hier jemand öffentlich solche kommentare loslässt, wird er / sie anschliessend politisch und gesellschaftlich gelyncht und verliert in der regel seinen job. vielleicht sollte ich ja ganz froh darüber sein, auf der anderen seite des kanals zu leben…

    Antwort
    • firecloud

       /  13. Juni 2010

      um das noch klarzustellen, bevor es missverständnisse gibt: damit beziehe ich mich natürlich auf die rede des guten herrn s., nicht auf den obigen artikel des autors.

      Antwort
  2. gleichklang1

     /  14. Juni 2010

    Herr Sarrazin wird nicht politisch gelyncht, sondern er ist es, der mit der Verbreitung empirisch unsinniger und widerlegter Thesen Hass und Menschenverachtung verbreitet. Er ist der virtuelle Lyncher, Täter am Schreibtisch und keineswegs Opfer.Er verkündet keine politisch unbeqeumen Wahrheiten, sondern Lügen auf Kosten von Menschen. Den Beifall, den er von Rechtsextremen erhält, den hat er verdient, denn in Wirklichkeit spricht er ihre Sprache und verbreitet ihre Inhalte.

    Zur Sachlage:

    Die Annahme, dass die Bevölkerung dümmer wird, weil sich die Ärmeren, die geringere IQ´s aufweisen, stärker vermehren, ist längst widerlegt. Sie wurde im ersten Teil dieses Jahrhunderts auch von Psychologen virulent vertreten und eugenische Gegenmaßnahmen wurden damals gefordert.

    Seither hat der IQ Genration für Generation stetig zugenommen!

    Die Erblichkeitsschätzung von 80%, die Herr Sarrazin erwähnt, ist völlig veraltet und wird von niemanden mit Fachrang in der Psychologie noch vertreten. Neuere Untersuchungen weisen durchgängig erheblich geringere Erblichkeitsanteile an. Als Daumenregel gitl derzeit 50:50.

    Auch diese Studien beziehen sich aber ausschließlich auf die Unterschiede der IQ´s im Vergleich zu den in den Stichproben realisierten Umweltunerschieden. Letztere waren keineswegs stark, sondern nur moderat. Die Studien sagen nichts darüber aus, wie groß ein Umweltanteil sein kann, sondern benennen nur wie groß er in den untersuchten Stichproben war.

    Zur Erläuterung:

    Wären wir alle geklont und 100& genetisch identisch, läge in den Studien der Erblichkeitsanteil des IQ bei 0%! Nicht weil die gene unwichtig sind, sondern weil keine genetischen Unterschiede relaisiert wurden. Wüchsen wir alle in einer identischen Umwelt auf,wäre der Umweltanteil 0! Die Studien müssen also sehr stark nach den realisierten Variabilitäten analysiert werden. Die Befunde sind komplex, keineswegs so einfach, wie der Vereinfacher Sarrazin dies meint und danngleich auch noch die Vereinfachung zur Hetze gegen andere Menschen nutzt.

    Selbst wenn ein stabiler Erblichkeitsanteilvon 50% oder 80% bestünde, würde der verbleibene Umweltanteil genügen, um Unterschiede zwischen Gruppen zu erklären. Diese Unterschiede isnd bae rauch nur angeblich, im wesentlichen sind sie nicht existent, wenn überhaupt, dann sind sie nur äußerst moderat.

    Was will ein hgerr Sarrazin, der von dem Gegenstand, über den er spricht offenbar gar keine Ahnung hat?

    Vermutlich ist er nur ein kranker Narzisst, der der Aufmerksamkeitserzeugung alles unterordnet. Sein Selbstwert ist so schwach, dass er unbedingt in die Medien muss und dabei wie ein Kleinkind auch negative Aufmerksamkeit genießt.

    Schade ist nur, dass viele die bodenlose Inkompetenz und den intellektuellen Schwachsinn dieses Mannesn nicht bemerken und dann irrtümlich annehmen, er spreche unangenehme Wahrheiten aus.

    Antwort
  1. Der Thilo mal wieder « nachgetragen!

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