(K)Ein Märchen

Es war einmal der Herr Müller. Herr Müller war bei einer großen Firma angestellt. Er erhielt den Auftrag, die Belieferung mit Büromaterial sicherzustellen. Also verhandelte Herr Müller mit den größten Büromaterialherstellern im Land und fand ihr Angebot gut. Seine Firma hatte mit diesen Herstellern aber in den letzten Jahren schlechte Erfahrungen gemacht und verlangte von Herrn Müller, die Verträge mit den großen Büromaterialherstellern zu kündigen und nach Alternativen zu suchen. Herr Müller wusste aber viel besser, was gut für seine Firma war. Er verhandelte weiter mit den großen Herstellern und schloss mit ihnen einen Vertrag ab, der ihnen auf Jahrzehnte garantierte, die Firma mit ihren Produkten beliefern zu dürfen. Als die Firma den Vertrag zu sehen verlangte, um Kosten, Nutzen und Risiken für das Unternehmen abschätzen zu können, lehnte Herr Müller ab: Der Vertrag sei geheim. Herr Müller erhielt die Kündigung.

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Hört sich blöd an? Ersetze „Herr Müller“ durch „Frau Merkel“, die „Firma“ durch den „Staat“ und die „Büromaterialhersteller“ durch „Energieversorger“. Dann hört es sich zwar immer noch blöd an, ist aber bittere Realität.

Greenpeace veröffentlicht ein Dokument, bei dem es sich um den Vertrag zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke handeln soll.

nachgetragen

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3 Kommentare

  1. firecloud

     /  10. September 2010

    …und die Kündigung?

    Antwort
  1. Endlich: Regierung setzt sich fürs Volk ein! « nachgetragen!

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