Zur sogenannten Islamdebatte

Seit Jahren wird das Sozialsystem Stück für Stück demontiert, und was passiert? Nichts. Die Krankenkassen-Beiträge der Arbeitnehmer werden in den nächsten Jahren grenzenlos steigen, während die der Arbeitgeber eingefroren wurden. Gesetzlich Versicherte sollen nach neuen Plänen Vorkasse leisten, wenn sie zum Arzt gehen, und dürfen dann sehen, wann und ob sie ihr Geld erstattet bekommen.

Eine verstaatlichte Pleitebank zahlt 25 Millionen Euro an Boni aus. Ein wenig Rauschen im Blätterwald, und das war’s. Der Bürger wird ausspioniert, beobachtet, digitalisiert, ohne dass es groß jemanden interessiert. Der neue Personalausweis ist nicht sicher und kann leicht geknackt werden? Egal, er wird trotzdem eingeführt. Regt sich jemand darüber auf? Fehlanzeige.

Ein Bundespräsident sagt, der Islam gehöre mittlerweile zu Deutschland, was bei 3,5 Millionen Muslimen in Deutschland eine Binsenweisheit ist. Aber kaum ist sie ausgesprochen, schon wird sich allerorten echauffiert und abgegrenzt, tage- und seitenlang diskutiert – am liebsten natürlich über „den Islam“, anstatt mit Muslimen. Wie mag sich das anfühlen, als Bürger in einem Land zu leben, in dem die Erlaubnis zur Anwesenheit der eigenen Religion von viel zu vielen immer noch als großzügig gewährte Gnade anstatt als Selbstverständlichkeit begriffen wird?

Wer „Mein Kampf“ liest, wird dort vieles über den „dreckigen, stinkenden, unehrlichen“ Juden und das überhaupt so „verachtenswerte“ Judentum finden, das selbstverständlich ein eingeschleppter Fremdkörper im ach so tollen deutschen Volk ist. Kann es wirklich sein, dass das alles schon vergessen ist?

Um mal aus dem Machwerk der „guten“ Religion in Deutschland zu zitieren: „Selig sind die, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.“

Deutschland – das Land der Seligen.

nachgetragen

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