Wer braucht schon Natur …

… wenn man die EU und die Pharmaindustrie hat?

Der Spruch „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen“ kommt nicht von ungefähr. Dass das denjenigen, die daran nichts verdienen, ein Dorn im Auge ist, kommt nicht überraschend.

Die EU, das ist der Verein, der die Verordnung zur Gurkenkrümmung verfasst hat (wobei die Gurke eben nicht gekrümmt sein durfte, zwecks besserer Transportier- und Lagerbarkeit im Handel).

Dass EU-Gurken inzwischen wieder krumm sein dürfen, ändert nichts daran, dass Obst und Gemüse in unseren Supermärkten nicht auf Qualität als Lebens- oder Nahrungsmittel im Wortsinn, sondern zum bestmöglichen Verkauf optimiert wird. So wird sogar das Rot von Tomaten geprüft; ein Großteil frischer und nahrhafter Lebensmittel gelangt gar nicht erst zum Verbraucher, weil er optischen Anforderungen nicht entspricht. Sehr schön kürzlich zu sehen in der Reportage „Frisch auf den Müll“ (hier eine Textzusammenfassung).

Aber es geht noch weiter. Als Nächstes steht die Kräutermedizin auf der Agenda. Ab April 2011 sollen „Zubereitungen aus Kräutern, die bisher als Naturheilmittel, Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel verfügbar waren, (…) nun als medizinische Produkte deklariert (werden), die extra ein Zulassungsverfahren durchlaufen müssen. Diese Naturheilmittel dürfen künftig nur noch auf den Markt gebracht werden, wenn sie die Zulassungsvoraussetzungen der EU-Richtlinie THMPD erfüllen.“ (Zitiert aus gesundheitlicheaufklaerung.de)

Cui bono? Wem nützt es? Diese Frage kann sich jeder selbst beantworten. Dem Verbraucher jedenfalls nicht. Er wird nur weiter gegängelt, geknebelt und entmündigt.

Natürlich können Naturprodukte Nebenwirkungen haben, völlig wirkungslos oder im Gegenteil tödlich giftig sein. Aber die Entscheidung darüber, ob ich mich darauf einlasse, hat weder die Pharmaindustrie noch die EU zu fällen. Eine Politik, die einerseits darauf ausgerichtet ist, den Staat immer weiter aus der Gesundheitsversorgung herauszunehmen und die finanzielle Last dem Einzelnen aufzubürden anstatt wie bisher auf ein Solidarsystem zu setzen, soll mir bloß nicht andererseits mit Vorschriften kommen, die die Wahlmöglichkeiten auf die Produkte der Pharmaindustrie beschränkt.

Es ist ja nicht so, als gäbe es für die EU nichts zu tun. Wo bleibt zum Beispiel die Verordnung zur Lebensmittelkennzeichnung, die endlich verlangt, dass das auf der Packung steht, was auch drin ist? Stichwort „Geschmacksverstärker“

Der Sachverhalt zum von der EU geplanten Umgang mit Heilkräutern und anderen Naturprodukten wird mit Links und weiterführenden Informationen auf der Seite Gesundheitliche Aufklärung ganz gut zusammengefasst.

Wer sich gegen den EU-Wahnsinn THMPD (Traditional Herbal Medical Product Directive) zum Umgang mit Heilkräutern wehren will, kann noch bis 11. November eine elektronische Petition an den deutschen Bundestag unterzeichnen.

nachgetragen

#

Advertisements
Vorheriger Beitrag
Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: