Ihr seid doch alle krank!

Ihr wisst es nur noch nicht.

Inzwischen leidet, wer verträumt ist, an Cognitive Tempo Disorder (CTD). Und starke Gefühlsäußerungen gelten amerikanischen Psychologen als Disruption Mood Dysregulation Disorder (DMDD), wie Dr. Bernd Hontschik in der Frankfurter Rundschau vom 17. Mai 2013 zu berichten weiß. Die Trauer über den Tod eines nahen Menschen gilt im neuen Handbuch „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ schon als Krankheit, wenn sie länger als 14 Tage währt.

Quelle und weiterlesen: Nachdenkseiten

Sucht Euch was aus, irgendwas wird sich schon finden. Soll hinterher niemand sagen können, wir hätten uns in unserer marktkonformen Demokratie nicht auch um marktkonformes Humankapital bemüht.

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3 Kommentare

  1. Natürlich sind wir alle krank, schliesslich können wir dann alle von der Geburt bis zum Tod ununterbrochen behandelt, sprich: unter engster Kontrolle gehalten werden. Man bedenke, wie vielen Spezialisten und Medikamentenherstellern neue Arbeitsstellen verschafft werden können, das ist doch ein ideales Mittel zur Ankurbelung der Wirtschaft. Wie viele Aktionäre von der Herstellung von Medikamenten zur Behandlung solcher neuen Krankheitsbilder profitieren können, ist auch nicht zu verachten. Geld ist schliesslich König und Reichtum ist Macht.
    Wo wir schon mal beim Thema Macht sind, ein Krankheitsbild für Querdenker gibt es mittlerweile auch, es nennt sich “oppositional defiant disorder”, wie in diesem Artikel nachzulesen: http://www.offthegridnews.com/2010/10/08/is-free-thinking-a-mental-illness/ (leider in englischer Sprache, aber der/die eine oder andere wird damit hoffentlich klarkommen) und Behandlungsmöglichkeiten gibt es dafür auch bereits. Toll, wie leicht man heutzutage mündige Bürger zu folgsamen Schafen machen kann.
    Auch Künstler sind vor den Netzen der Psychatrie nicht sicher, sie werden mittlerweile in engen Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen gebracht, nachzulesen hier: http://www.bbc.co.uk/news/health-19959565
    Was könnten wir dann alle glücklich sein, wenn jeder Person je nach Persönlichkeit ein individuelles Syndrom zugeteilt werden kann, durch dessen Behandlung dann Konformität gewährleistet wird. Das sind doch paradiesische Aussichten, oder nicht?

    Antwort
    • „Oppositional Defiant Disorder“ – wow. Wie offensichtlich kann man es eigentlich noch machen, bevor die Masse aufwacht?

      Antwort
      • Darüber brauchen sich die Damen und Herren in den weissen Kitteln keine Gedanken machen. Mit geschlossenen Augen ist träumen – vom persönlichen Vorteil – viel leichter als mit offenen.

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