Neulich bei den Qualitätsjournalisten mit Bildungsauftrag …

Ich möchte bitte dringend wissen, wofür ich eine Rundfunkgebühr – ach nee, das heißt ja jetzt Beitrag, so als sei ich freiwillig Mitglied bei irgendeinem Verein geworden – zahlen soll. Damit unser Staatsrundfunk unabhängig ist? Har har. Aber dann vielleicht doch noch der Bildungsauftrag? Öm …

Billies_WDR_2014-12-12

Screenshot WDR.de

 

 

 

 

 

Nope.

 

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Und weil es mir gerade mal wieder so richtig reicht …

… mit den Nachrichten, die man derzeit so jeden Tag zu lesen bekommt, hier mal was ganz anderes:

The Dancing Priests!

 

Und, liebe Kirche (egal welche): Ein paar weniger davon

Disrespectful?

 

 

und ein paar mehr davon

Live with Joy!

 

 

und wir könnten vielleicht wieder Freunde werden. Na ja, ein bisschen wenigstens.

 

Neulich auf Duden.de …

… echt jetzt, liebe Dudenseitenmacher?

Duden_Versandkosten

Neulich im Mittelalter

Ein berühmter Text aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts (…) bringt deutlich die Wurzeln dieser städtischen Ungleichheit (…) zum Ausdruck: „Viele Beschwerden über die taille [Anm. v. mir: eine städtische Steuer] werden in den städtischen Kommunen laut, weil es oft vorkommt, dass die reichen Leute, die die Geschäfte der Stadt führen, weniger deklarieren, als sie selbst und ihre Familie müssten, und die den anderen reichen Leuten die gleichen Vorteile verschaffen, so daß die ganze Last auf die Masse der armen Leute fällt.“ Der Steuerbetrug nahm solche Ausmaße an, dass es manchmal Skandale gab, wie etwa in Arras, wo ein Mitglied der berühmten Bankiersfamilie Crespin „vergaß“, 20.000 Pfund Gewinn zu deklarieren.

Aus: Jacques LeGoff, Die Geburt Europas im Mittelalter, München 2004

 

Jaha, das war das finstere Mittelalter, wir sind da heute schon ein gutes Stück weiter. Näch?

 

Neulich in Fukushima …

… gab es interessante Dinge zu sehen. (via)

Ich glaube, ich weiß jetzt, wie der Mensch entstanden ist.

Die Droge Nachrichten

Heute bin ich beim News-Surfen auf einen Artikel im Guardian gestoßen, dessen Überschrift mich dazu brachte, den Artikel komplett zu lesen:

News is bad for you – and giving up reading it will make you happier

Der Autor Rolf Dobelli begründet darin ausführlich und in meinen Augen stichhaltig, warum das permanente Konsumieren von Nachrichten fürs eigene Leben nichts bzw. nur Nachteile bringt. Er könnte argumentieren wie er wollte, ohne mich zu beeindrucken – hätte ich dieses Gefühl nicht selbst schon in der letzten Zeit häufiger gehabt, ohne es allerdings so genau analysieren zu wollen.

Für diejenigen, die des Englischen nicht mächtig sind, ist vielleicht der deutsche Essay Warum Sie keine News konsumieren sollten“ (als PDF und ausführlicher als der Guardian-Artikel) auf Dobellis Homepage interessant. Ich habe außer dem Artikel im Guardian und den FAQ der Homepage (ebenfalls als PDF) noch nichts gelesen, kann also nicht sagen, ob sich die 10 Seiten Essay lohnen. Aber trotz der Tatsache, dass mich die Lobeshymnen auf Dobellis Startseite von Menschen wie Roland Berger (ausgerechnet!) und seine – Achtung, Vorurteil! – optische Erscheinung („Schönling“) eher misstrauisch machen, und obwohl ich dem von ihm dargestellten Bild in mehreren Punkten nicht entspreche, fand ich sowohl den Guardian-Artikel als auch die FAQ sehr einleuchtend.

Den Essay werde ich mir als Nächstes zu Gemüte führen. Ausgedruckt, ohne Links und meiner ganzen Aufmerksamkeit gewiss.

Und vielleicht werde ich den Entzug von der News-Droge tatsächlich mal probieren.

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Kontrolle, Kontrolle!

So, nu ist also (Überraschung) tatsächlich auch falsch deklariertes Pferdefleisch in Deutschland gefunden worden, und das, wo wir uns doch alle noch vor zwei Tagen so sicher waren, dass überall die Schurken am Werk warenaußer natürlich bei uns.

Neben der ganzen Diskussion um eventuell gefährliche Inhaltsstoffe in Form von Medikamenten interessiert mich vielmehr Folgendes:

Tatsächlich hat das betroffene Fleisch eine wahre Odyssee von der Schlachtung bis in die Regale der Supermärkte zurückgelegt: Ein rumänischer Betrieb, der Rinder und Pferde schlachtet, hat es über niederländische und zypriotische Zwischenhändler an den französischen Importeur Spanghero verkauft. Dieser beliefert das Tiefkühlkostunternehmen Cogimel, das Fertigprodukte für 16 Länder herstellt und das Fleisch in einer Fabrik in Luxemburg verarbeiten ließ. Zu seinen Kunden gehört der Konzern Findus, der wiederum die meisten französischen Supermärkte beliefert. Irgendwo auf diesem Weg wurde das Pferdefleisch als Rind deklariert.

Quelle: www.suedkurier.de

Damit sich das lohnt, muss es doch irgendwelche seltsamen EU-Subventionen geben, anders kann ich mir das bei den Preisen, zu denen das Zeug verkauft wird, nicht vorstellen. Mit anderen Worten: Wir zahlen vermutlich noch dafür, damit wir so was serviert bekommen. Von den ganzen verstopften Autobahnen, schadhaften Brücken und sonstigen Abnutzungen durch die 40-Tonner, für die wir dann auch zahlen, ganz zu schweigen.

Und was ist die Folge? Sollen da Regelungen geschaffen werden, damit erstens die lebenden Tiere und dann das Fleisch nicht Hunderte von Kilometern durch die Gegend gefahren werden? Nein, Kennzeichnung und Kontrollen sollen‘s richten. DANN wird bestimmt alles gut. Die Rinder sind zwar jetzt schon vollgetackert wie eine Jeans im Sonderangebot, aber da findet sich schon noch ein Plätzchen für noch eine Kennzeichnung. Bloß nicht mal ans grundlegende Problem gehen, wo kämen wir denn da hin.

Übrigens wird die Weltwirtschaft von 147 Unternehmen kontrolliert. Wollte ich nur mal erwähnt haben. Nur falls sich jemand fragt, warum eigentlich die Politik lieber noch ein bürokratisches Monster schafft, anstatt mal wirklich was Sinnvolles anzuleiern.

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Neulich am CERN …

Neulich hörte ich im Radio einen Bericht über das CERN, den Teilchenbeschleuniger in Genf. Moment – die Anlage gibt es noch? Und sie läuft? Sollte die nicht massenweise Schwarze Löcher produzieren, die die Erde verschlingen? Hatten wir etwa 2008 den Weltuntergang und haben es nicht bemerkt in dieser schnellebigen Zeit? Vielleicht leben wir ja alle jetzt im Bauch eines Schwarzen Lochs, das die Erde gefressen hat, und deshalb geht es bergab mit dem Klima, mit Syrien und mit Borussia Mönchengladbach?

Verdammt, und mir hat wieder mal niemand Bescheid gesagt.

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Gute und schlechte Nachrichten

Die gute Nachricht: Es bleibt uns erspart, ab 2013 von den Parteien, die unter anderem Hartz IV verbrochen haben, regiert zu werden. Ein Buchhaltertyp wie Peer Steinbrück wird es gegen Merkel nicht schaffen.

Die schlechte Nachricht: Uns bleiben mindestens weitere vier Jahre Schwarz-Gelb nicht erspart.

Revolution?

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Rowling für Erwachsende

Mag ja sein, dass die Verkaufszahlen von J. K. Rowlings neuem Buch „The Casual Vacancy“ nicht ganz mit denen des siebten Bandes der Harry-Potter-Reihe mithalten können (kleiner Tipp für diejenigen, die das wundert: mal was über das Konzept „Cliffhanger“ lesen …). Aber ich weiß ja wirklich nicht, ob ich ausgerechnet jemandem, der so was schreibt:

und so was:

in seinem Urteil übers geschriebene Wort vertrauen sollte.

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