Atomkraft ist sicher, Teil 2

Wie BESCHEUERT ist das denn? Die Reaktoren werden mehr oder effektiv durch Schutzmäntel geschützt, die Belastungen wie Erdbeben oder Flugzeugabstürzen standhalten sollen.

Wie jetzt in Fukushima bei den Bemühungen um die verbrauchten, aber immer noch strahlenden und genügend Hitze für die Gefahr einer Kernschmelze  produzierenden Brennstäbe in Reaktorblock 4 deutlich wird, gilt das nicht für die Abklingbecken, in denen diese Brennstäbe gelagert und gekühlt werden. Die sind zwar (hoffentlich) auch gegen die Strahlung geschirmt, aber haben null Absicherung gegen äußere Einflüsse – die gilt NUR für die Reaktoren.

Besonderes Augenmerk gilt weiter dem Reaktorblock 4. Es ist ein Ziel der Einsatzkräfte, die Abklingbecken dort mit Wasser aufzufüllen. Denn diese Behälter sind nicht durch einen speziellen Schutzmantel geschützt wie die aktiven Brennelemente im Inneren der Reaktoren.

http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima220.html

Das bedeutet im Klartext: Jedes Atomkraftwerk, auch in Deutschland, das nach irgendwelchen Sicherheitsstandards gegen Flugzeugabstürze gesichert ist, hat diese völlig ungesicherten Abklingbecken, von denen ebenfalls akute Gefahr der Verstrahlung ausgeht! Ganz zu schweigen vom Ausfall der Kühlung, die vermutlich dazu führt, dass diese Dinger in einem solchen Fall einfach durch den Boden ins Grundwasser „schmelzen“.

Es ist nicht zu fassen, dass nach dermaßen dreisten Lügen (alles ganz sicher in Deutschland) IMMER NOCH Menschen, die nicht als Betreiber von Atomkraftwerken am großen Reibach teilhaben, meinen, dass Atomkraft beherrschbar und unverzichtbar ist.  Und was den Zynismus und die Skrupellosigkeit der Betreiber solcher Anlagen selbst angeht, mit dem sie um des Profits willen Risiken in Kauf nehmen (natürlich vorwiegend nicht für sich selbst), die niemand abschätzen kann, bin ich der Meinung: ████████████████

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nachgetragen

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Endlich: Regierung setzt sich fürs Volk ein!

Mit Einsatz aller Kräfte und unter den größten Mühen packt die Regierung endlich ein heißes Eisen an und setzt sich für ihre BürgerInnen ein.

Bisher hätte man meinen können, die Regierenden (ebenso wie alle Möchtegern-Regierenden) hätten vergessen, dass sie letztlich nur Angestellte ihres Volkes sind und wie jeder Angestellte verpflichtet, sich zu 100 % für seinen Arbeitgeber einzusetzen. Man gewann fast den Eindruck, die Regierung würde ihr Volk als Gegner betrachten, den es in die Knie zu zwingen gilt.

Da sollen die nicht verfassungskonformen ALG-II-Sätze um „weit unter“ 20 Euro angehoben werden, die Atomkraft wird gegen jede Vernunft, aber dafür mit satten Gewinnen für die Energiemonopolisten in Geheimverträgen durchgepeitscht, die Gesundheits“reform“ belastet unter fadenscheinigen Vorwänden die Schwächeren und zementiert die Mehrklassen-Medizin weiter, das solidarisch aufgebaute Krankenkassensystem soll insgesamt abgeschafft und „Gesundheit“ ein reiner Wirtschaftsfaktor werden. Die BürgerInnen werden zunehmend legal und illegal ausspioniert, die Parallelgesellschaft Kirche wird vom Staat finanziert (von allen – auch von den Steuern derjenigen, die aus der Kirche ausgetreten sind), der neue, elektronische Personalausweis ist zwar leichter zu knacken als jedes unverschlüsselte WLAN-Netz, wird aber trotzdem eingeführt, und in der verstaatlichten Pleite-Bank HRE werden Milliarden an Boni für Manager ausgeschüttet (natürlich „nicht unangemessen“ und  natürlich „im Sinne des Steuerzahlers“).

Aber nein! Verzaget nicht! Jetzt wird alles anders! Besser! Die Regierung tritt endlich, unbeeindruckt von allen Lobbyisten, massiv für ihre BürgerInnen ein, tut das, wofür sie bezahlt wird, nimmt die wirklich wichigten Fragen in Angriff und löst die drängendsten Probleme der heutigen Zeit! Höret und seid begeistert: Telefonwarteschleifen sollen zukünftig kostenlos sein! Echt jetzt! Ich schwör!

Da weiß man, was man hat. Guten Abend.

nachgetragen

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(K)Ein Märchen

Es war einmal der Herr Müller. Herr Müller war bei einer großen Firma angestellt. Er erhielt den Auftrag, die Belieferung mit Büromaterial sicherzustellen. Also verhandelte Herr Müller mit den größten Büromaterialherstellern im Land und fand ihr Angebot gut. Seine Firma hatte mit diesen Herstellern aber in den letzten Jahren schlechte Erfahrungen gemacht und verlangte von Herrn Müller, die Verträge mit den großen Büromaterialherstellern zu kündigen und nach Alternativen zu suchen. Herr Müller wusste aber viel besser, was gut für seine Firma war. Er verhandelte weiter mit den großen Herstellern und schloss mit ihnen einen Vertrag ab, der ihnen auf Jahrzehnte garantierte, die Firma mit ihren Produkten beliefern zu dürfen. Als die Firma den Vertrag zu sehen verlangte, um Kosten, Nutzen und Risiken für das Unternehmen abschätzen zu können, lehnte Herr Müller ab: Der Vertrag sei geheim. Herr Müller erhielt die Kündigung.

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Hört sich blöd an? Ersetze „Herr Müller“ durch „Frau Merkel“, die „Firma“ durch den „Staat“ und die „Büromaterialhersteller“ durch „Energieversorger“. Dann hört es sich zwar immer noch blöd an, ist aber bittere Realität.

Greenpeace veröffentlicht ein Dokument, bei dem es sich um den Vertrag zur Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke handeln soll.

nachgetragen

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